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archäologischen Funden für diese Zeit hinweist.
Ob es zu einer vollständigen Entvölkerung
kam, ist nicht bekannt. Für die drei Geestinseln
Föhr, Amrum und Sylt setzen die Funde dann wieder
um 700 n. Chr. ein und häufen sich im 8. und 9.
Jahrhundert. Die Wiederbesiedlung der Inseln könnte
durch Menschen aus Westfriesland und aus dem Norden
erfolgt sein, worauf die Herkunft von Grabbeigaben aus
dieser Zeit hindeutet. Es gibt jedoch auch Funde, die
von nordischer Eigenart sind. Die Inseln waren in dieser
Zeit für die Friesen auf ihren Handelsfahrten auf
der Nordsee nach Dänemark und England sicherlich
wichtige Anlaufstationen als Schutz- und Versorgungshäfen,
wenn sie besiedelt waren. Bemerkenswert ist, daß
es auf den Inseln gehäuft Orts- und Flurnamen mit
der Endung -um gibt, wie dies auch in Westfriesland
der Fall ist.
Auch das Gebiet des Strandes dürfte
im 8. und 9. Jahrhundert wiederbesiedelt worden sein.
Funde im Watt westlich und nordwestlich Pellworms weisen
dies nach, und im Mittelsten Koog ist eine Flachsiedlung
aus dem 9./10. Jahrhundert nachgewiesen. Auch hier dürften
es Menschen aus dem Südwesten und dem Nordosten
gewesen sein. Bei den Ortsnamen in diesem Gebiet ist
die Endung -um weniger zu finden, sondern auffallend
ist eine Häufung von Namen mit der Endung -büll
(-by), wie sie im Schleswiger Raum und in Jütland
üblich ist, nicht aber in Ost- und Westfriesland.
Jedenfalls kamen Menschen mit einer
eigenen Sprache in diese Gegend, die sie mitbrachten,
und in der sie ihre neuen Siedlungsplätze benannten.
Dies können sehr unterschiedliche Sprachen gewesen
sein. Es ist nicht wahrscheinlich, daß sie in
noch bestehende, aber verlas-
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