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Siedlungen zogen und deren Namen, wenn es solche gegeben
hätte, übernommen haben. Möglicherweise
haben sie auch die Namen in Erinnerung an ihre in der
Heimat verlassenen Siedlungen wieder benutzt, wie dies
beispielsweise hei der Besiedlung des amerikanischen
Kontinents zu finden ist. Der Name Pellworm kann also
aufgrund der Neusiedler friesischen, nordischen oder
sächsischen Ursprungs sein.
Die Siedler haben gemäß
ihrer Gebräuche und ihrer politischen Ordnung in
den Hauptsiedlungsplätzen Thingstätten –
Versammlungs- und Gerichtsstätten – erhaut.
Ein solcher Siedlungsplatz war Pellworm. Erst im 11./12.
Jahrhundert gelten die Uthlande als vollständig
christianisiert, und die Alte Kirche oder ihre Vorläufer
wurden sicherlich auf der Thingstätte errichtet,
wie anderenorts auch.
In das Jahr 1231 datiert die erste
schriftliche Quelle, das Erdbuch Waldemars II., mit
den Namen der fünf Harden des Strands: Bultryng-,
Vvyriks-, Pylwaerm-, Edoms- und Lundaebyargheret. Die
Schreibweise ist der Sprache der königlichen Verwaltung
entlehnt und muß nicht der ein-heimischen Sprechweise
entsprechen. Wann diese Hardeneinteilung vorgenommen
wurde, ist scheinbar nicht bekannt, wahrscheinlich jedoch
lange vor der Christianisierung, denn die danach gebildete
Propstei Strand umfaßte in etwa die Strander Harden,
von der Lundenhergharde nur Morsum, Hamm und Lith, außerdem
Führ und Amrum.
In Dänemark existierte
die Hardeneinteilung schon vor der Wiederbesiedlung
des Strands, und die Gebietsverteilung und Benennung
muß hier nicht nach den Regeln des übrigen
Reichsgebiets vorgenommen worden sein.
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