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wärve auffgeführet, damit sie sich auf denselben,
bey entstehenden wasserfluthen wie die Egyptier sich
auff den bergen wider den anlauff des Nili erretten
könten. "(54*)
Im Nachdruck der Falck'schen Ausgabe
der Nordfresischen Chronik findet sich noch eine (ins
Hochdeutsch übersetzte) Anmerkung von Heimreich
dazu: „So genannt weil sie von Erde seyen aufgeworfen,
oder weil sich auf denselben unterschiedliche Leute
versammlet; wie denn nach Adami Bremens Bericht in seiner
hist. eccles. cap. 229 Warph eine Versammlung der Völker
in den nördlichen Ländern bedeuten soll. "(55*)
Der Begriff Warft wird abgleitet
von angels. weorpan und gotisch wairpan = werfen.(56*)
Auch von mittelniederd. werf, warf und nordfries. weerf
= aufgeworfener Erdhügel und die darauf liegende
und dadurch vor Überschwemmungen gesicherte Hofstelle
in der Marsch (57*)
Auch auf Pellworm sagt man eigentlich
nur ,Warf", das „t” in Warft mag aus
dem dän. „Veerft” kommen. Auf Nordstrand
und dem Festland kennt man Haus- und Schafswarften.
Dorthin wurden bei überflutendem Hochwasser die
Schafe getrieben, weil auf der Hauswarft kein Platz
für sie war. Vielleicht sind auf Pellworm einige
wüste Warften früher Schafswarften gewesen.
Watt
Watt oder Wattenmeer bezeichnet
das Gebiet der Nordseeküste, das dem Wirkungsbereich
der Gezeiten unter-liegt und bei Ebbe, bis auf tief
genug liegende Priele und Meeresströme, trockenfällt.
Es wird abgeleitet von niederd. wat und dän. vad
= seichte Stelle, Furt.(58*) Oder einfach von waten,
weil man die Wattflächen bei mittlerer Fluthöhe
durchwaten könnte.(59*)
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