| Ostersielskoog
Der Koog entstand 1798 durch den
Bau eines neuen Seedeichs über die Ostersiels-
(vorher Junkers-) Hallig. Er wurde auch Kleiner Sielskoog
und Sieverskoog, nach dem Deichkommissar Sievers, genannt,
nach dessen Plänen die Eindeichung vorgenommen
wurde. Der Koog umfaßt das Dreieck von Liebesallee,
Ostersiel und See-deich und ist mit seiner Fläche
von ca. 4,2 ha der kleinste Koog der Insel, vielleicht
an der Westküste überhaupt.
Hier, an der Ecke Ostersiel/Liebesallee,
befand sich vor der Eindeichung ein Siel, das „Siel
im Osten”, und die heutige Junkershallig, das
Vorland östlich des Koogs, wurde von Sievers als
Ostersielshallig bezeichnet.(87*)
Süderkoog
Die erste (Wieder-) Bedeichung
als Süder Neue Koog geht auf das Jahr 1493 zurück
und umfaßte 450 Demat.55 Östlich des Koogs
bis zum Hafen befand sich eine Hallig oder hatte sich
dort gebildet, die 1624 eingedeicht wurde und Meinstorfen
Kog hieß. Anton Heimreich schreibt dazu:
„Wie denn auch zu selber
zeit 1. Henneke Meinstorp daselbst auff der ihm eigenthumlich
zugehörigen Hallig einen kog von 200 demth hat
eingeteichet ..."(89*)
Der Süderkoog wurde
dann (zusammen mit dem Hunnenkoog) 1672 über das
Vorland Meinstorfer Hallig als Süder Neuer Koog
wiedereingedeicht und umfaßt die beiden alten
Köge. Die Meinstorfer Hallig (nach der adeligen
Familie Meinstorf benannt) gehörte zum Gut Seegaarden
und wurde diesem zwecks Eindeichung abgekauft.(90*)
Der Name des Kooges erklärt sich aus der Himmelsrichtung.
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