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Küste, Vorland übersetzt werden. Aber auch
schor(e) mit Riß, Bruch und schore (schure) mit
Schutz, Schirm.173 In der Marsch bedeute Schar „das
an der Außenseite des Deiches angeschwemmte Land,
das höher als die gewöhnliche Flut ist”,
„hoch Schaar” = Vorland, das nur noch ganz
selten unter Wasser steht, Schaarkant = Kante zwischen
flachem und tiefem Wasser.''4 In der Beschriftung seiner
Karte bezeichnet Indervelden das auf Nordstrand deichfähige
Land als „schor(re)” und „hogschor”
und meint damit das nach 1634 wieder hoch oder höher
aufgeschwemmte Land. Da auch auf Pellworm bei den ersten
Wiedereindeichungen Holländer beteiligt waren,
geht der Deichname möglicherweise auf sie zurück.
Schmerhörn
Der Bereich der drei Häuser
am Zusammentreffen von Osterschütting, Untjehörnsmitteldeich
und Südermitteldeich wurde wahrscheinlich wegen
der dort zusammen-stoßenden (früher) schmierigen
Wege so genannt.(125*)
Wegen der schlechten Wegeverhältnisse,
insbesondere wenn die Kleiwege aufgeweicht waren, nannte
Detlev von Liliencron die gesamte Insel „Schmerhörn”
und meinte damit eine schmierige Gegend.'' In Karten
aus dem 19. Jahrhundert findet man außen- und
innendeichs Schmerlöcher eingetragen. Schmer komme
von niederd. smer = Schmiere, Fett und Hörn bedeute
fries. Ecke, Winkel.» - Im Urkataster ist „Schmierhörn”
eingetragen, was ein Hör- oder Schreibfehler sein
kann oder aber, es wurde von den Vermessern so empfunden.
Schmerhörn ist heute ein Binnenlandshörn,
war aber bis zur endgültigen Eindeichung von Wester-
und Hunnenkoog ein Hörn (eine Biegung) des Seedeiches.
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