| Schardeich
gehörend), danach bis zum Liliencronweg ist er
eine Straße. Sie wurde als Weg erst 1837 angelegt,
wozu das Waldhusentief überbrückt werden mußte.
Anton Heimreich berichtet, daß Walthusum, eine
Siedlung nordwestl. Pellworms, 1362 untergegangen sei,
und was davon wiedereingedeicht wurde, sei Pellworm
zugeschlagen worden.(135*)
In einer Kartenskizze aus dem Jahre
1657 ist das Stück vorn Nordermitteldeich etwa
von der Nordermühle bis zum Grünen Deich mit
Waldhusum bezeichnet, und es sind dort fünf Häuser
eingezeichnet. Auch der heutige Waldhusenhof befindet
sich ja dort.
Das husen „zu den Häusern”
bedeutet, und walt nicht von Wald kommt, sonst hieße
es wo(h)ld oder wo(h)lt, darüber herrscht Einigkeit,
nicht aber über die Deutung. Entweder komme es
von fries. wal = Wall, Deich, Walhüs'm bedeute
also bei den Deichhäusern,(136*) oder von Wald(o),
einer Kurzform zu Walther, und meint zu den Häusern
des Waldo.(137*)
Westermühle
Der Mitteldeich erstreckt sich
zwischen Mittelstem Koog und Großem Koog. In der
Barensz-Karte ist am Nordende eine Mühle eingetragen.
Dies war wohl die Mühle „im Westen”,
wiederum finden wir hier eine Bezeichnung nach der Himmelsrichtung.
Diese Westermühle stand
auf dem Deichbogen zwischen den heutigen Straßenabzweigungen
Parlament und Hooger Fähre. Sie ist 1771 in einem
Stockregister erwähnt. 1903 wurde sie abgerissen
und 1913 auch die leere Warft für den Bau der Straße
abgetragen.(138*)
|