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Nordseeinsel Pellworm

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Pellworm - Nordsee 28.01.2005

Detlev von Liliencron

Auf der Nordseeinsel Pellworm wird Dethlev von Liliencron gerne als der "Heimatdichter" angesehen. Wie wir aus seiner Biografie entnehmen können, lebte Liliencron nur sehr kuze Zeit auf der Nordseeinsel Pellworm.

 

3. Juni 1844
Detlev von Liliencron wird als Freiherr von Liliencron in Kiel geboren. Sein Vater, Louis Freiherr von Liliencron und seine Mutter Adeline (geb. von Harten), gehörten dem verarmten Adel an. Sein Vater war Zollverwalters und seine Mutter eine Generalstochter.


1863

Liliencron wurde zum Offizier in Mainz ernannt.

 

1864-1871
In der Kriegszeit zog Liliencron mit einem Füsilierregiment in den Preußisch-Österreichischen und in den Deutsch-Französischen Krieg.

1875
Der hoch verschuldete Liliencron muß er seinen Abschied vom Militär nehmen. Grund war eben diese hohe Verschuldung.


1875-1877
Liliencron wandert in die USA aus. Er kehrte alldings schon 1877 wieder nach Deutschland zurück. In den USA versuchte sich Liliencron als Sprachlehrer, Pianist, Stallmeister - ohne Erfolg.


1878
Eintritt in den preußischen Verwaltungsdienst. Im gleichen Jahr heiratet Liliencron Helene von Bodenhausen. Die Ehe dauerte allerdings nur 1 Jahr, denn seine Frau verlässt ihn.

1881
Veröffentlichung erster Gedichte und Novellen.


1882
Liliencron übernimmt das Amt eines Hardesvogt auf der Insel Pellworm. hier findet er Zeit um an seinen Kriegsnovellen zu schreiben. In diesem Jahr wird Liliencron zum Hauptmann der Landwehr der Reserve befördert.

1883
Erster Lyrikband "Adjutantenritte und andere Gedichte" findet bei den Naturalisten Anerkennung.
Ernennung zum Kirchspielvogt in Kellinghusen (Holstein) im Oktober des Jahres.

1885
Scheidung von seiner Frau zudem wird Liliencron erneut wegen seiner Schulden aus dem Staatsdienst entlassen.


1885-1888
Als freien Schriftsteller veröffentlicht Liliencron mehrere Dramen, das Echo auf diese Werke lies allerdings zu wünschen übrig.


1887
Liliencron heiratet die Gastwirtstochter Augusta Brand.
in diesem Jahr wird das Genrebild "Arbeit adelt" wird publiziert.

1888
Der Schriftsteller pflegt Kontakte zum Friedrichshagener Dichterkreis.


1890/91
Von der Schillerstiftung finanziert zieht Liliencron nach München, dort schreibt er für die Zeitschrift "Die Gesellschaft" in dieser Zeitschrift werden einige seiner Gedichte veröffentlicht.


1891
Umzug nach Hamburg-Ottensen. In diesem Jahr erscheint der Novellenband "Krieg und Frieden".


1892
Scheidung von seiner zweiten Frau. Liliencron zieht er nach Altona.

1896
"Poggfred. Kunterbuntes Epos in zwölf Cantussen" das Hauptwerk von Liliencron widmet er Richard Dehmel. Der erste Band der neunbändigen Gesamtausgabe erscheint.


1898
Weil Liliencron noch immer sehr hoch verschuldet ist, finaziert er seinen Lebensunterhalt indem er verschiedene Vorträge hält.


1899
Liliencron heiratet zum dritten Mal, diesmal die Bauerstochter Anna Michel mit ihr hat Liliencron zwei Kinder.


1900
Weil die Schulden schwer auf Liliencron lasten, tritt er im Kabarett "Überbrettl" auf.


1901
Umzug nach Alt-Rahlstedt (bei Hamburg). Kaiser Wilhelm II. zahlt ein jährliches Ehrengehalt von 2.000 Mark.


1904
Die zweite Fassung von "Poggfred"


1908
Roman "Leben und Lüge".

1909
Ehrendoktorwürde der Universität Kiel.

 

Liliencron starb am 22.7.1909 in Alt-Rahlstedt bei Hamburg.


Werke:

 

· 1883 Adjudantenritte (Gedichte)
· 1885 Knut, der Herr (Drama)
· 1886 Die Rantzow und die Pogwisch (Drama)
· 1886 Der Trifels und Palermo (Tragödie)
· 1886 Eine Sommerschlacht (Novelle)
· 1887 Arbeit adelt (Drama)
· 1887 Breide Hummelsbüttel (Roman)
· 1888 Die Merowinger (Tragödie)
· 1888 Unter flatternden Fahnen (Erzählungen)
· 1889 Gedichte
· 1889 Der Mäcen (Erzählungen)
· 1890 Der Haidegänger (Gedichte)
· 1891 Krieg und Frieden (Erzählungen)
· 1893 Neue Gedichte


· 1885 Kriegsnovellen

- - Verloren

- - Adjutantenritte

- - Unter flatternden Fahnen

- - Der Narr

- - Nächtlicher Angriff

- - Portepeefähnrich Schadius

- - Der Richtungspunkt

- - Das Wärterhäuschen

- - Umzingelt


· 1896 Poggfred (Epos)
· 1899 Mit dem linken Ellenbogen (Roman)
· 1900 Könige und Bauern (Novellen)


· 1900 Roggen und Weizen (Novellen)

- - Märztage auf dem Lande

- - Aus einem Gespräch

- - H. W. Jantzen Wwe

- - Der Buchenwald

- - Ick hev di leev

- - Der Dichter

- - Auf Austernfischerjagd

- - Die dicke Liese

- - Der zinnerne Krug

- - - Übungsblätter

- - - - Die Operation

- - - - Das abgeerntete Kartoffelfeld

- - - - Friedrich in der Schlacht bei Zorndorf

- - - - Das Bild

- - - - Erscheinung

- - - - Der erledigte Auftrag

- - - - Heranziehendes Gewitter

- - - - Pett Di man nich up'n Slips, Johann

- - - - Stelldichein in einer großen Stadt

- - - - Die Spieluhr

- - - - Der Siegesbote von Marathon

- - - - Uns' leve Fru up dem Perde

- - - - Hetzjagd

- - - - Wilde Gänse

- - - - Stelldichein

- - - - Durchkämpft


· 1901 Aus Marsch und Geest (Novellen)
· 1903 Bunte Beute (Gedichte)
· 1904 Die Abenteuer des Majors Glöckchen (Novellen)
· 1906 Balladenchronik
· 1908 Leben und Lüge (Autobiographie)

· 1909 Gute Nacht (Gedichte)


· 1909 Letzte Ernte (Novellen)

- - Eine Soldatenphantasie
- - Der Blanke Hans

- - Das Muttermal

- - Vor Tagesanbruch

- - Der gelbe Kasten

- - Das Ehepaar Quint

- - Der alte Wachtmeister


· Gedichte

- - Über ein Knicktor gelehnt

- - Die Anbetung der heiligen drei Könige

- - Abschied und Rückkehr

- - Am Strande
- - An Heinrich von Kleist
- - An Heinrich von Reder
- - An Hugo Wolf
- - An Otto Julius Bierbaum
- - An meinen Freund, den Dichter
- - April
- - Auf dem Jungfernstieg
- - Auf dem Kirchhofe
- - Auf einem Bahnhofe
- -
- - Ballade in g-Moll
- - Betrunken
- - Blümekens
- - Bruder Liederlich
- - Das Haupt des heiligen Johannes
- - Das Paradies
- - Das alte Steinkreuz am Neuen Markt
- - Der Blitzzug
- - Der Handkuss
- - Der Hunger und die Liebe
- - Der Ländler
- - Der Maibaum
- - Der Teufel in der Not
- - Die Musik kommt
- - Die händeringende Mutter Gottes
- - Durch die Nacht
- - Ein Bauerngrab
- - Eine in der Ferne im brennendsten...
- - Einer Toten
- - Einer schönen Freundin ins Stammbuch
- - Erwartung
- - Für und für
- - Festnacht und Frühgang
- - Flüchtiger Gruss
- - Four in hand
- - Frühling und Schicksal
- - Heidebilder
- - Heimgang in der Frühe
- - Herbst
- - Hunger
- - Ich liebe dich
- - Ich und die Rose warten
- - Ich war so glücklich
- - Ihre Exzellenz die alte Gräfin...
- - In einer Winternacht
- - In memoriam
- - Italienische Nacht
- - Kalter Augusttag
- - Kleine Geschichte
- - Krieg und Frieden
- - Legende
- - Märztag
- - Maienkätzchen, erster Gruss
- - Marschall Niel
- - Mein täglicher Spaziergang
- - Meiner Mutter
- - Nach dem Ball
- - Pidder Lüng
- - Schöne Junitage
- - Schwalbensiziliane
- - Sehnsucht
- - Sphinx in Rosen
- - Stammelverse nach durchwachter Nacht
- - Thé dansant
- - Tod in Ähren
- - Trin
- - Trutz, blanke Hans
- - Up de eensame Hallig
- - Verbannt
- - Vergiss die Mühle nicht
- - Wer weiss wo
- - Zigeunertreiben
- - Zueignung

     

 


Kontakt:

Michael Schilke
Alter Kirchenweg 1
25849 Pellworm / Nordsee


www.creative-edesign.com
m.schilke@pellworm.net

 

Tel: 04844 992113
Handy: 0172 4526088

 
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