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Auf der Nordseeinsel Pellworm wird Dethlev von Liliencron
gerne als der "Heimatdichter" angesehen. Wie
wir aus seiner Biografie entnehmen können, lebte
Liliencron nur sehr kuze Zeit auf der Nordseeinsel Pellworm.
3. Juni 1844
Detlev von Liliencron wird als Freiherr von Liliencron
in Kiel geboren. Sein Vater, Louis Freiherr von Liliencron
und seine Mutter Adeline (geb. von Harten), gehörten
dem verarmten Adel an. Sein Vater war Zollverwalters
und seine Mutter eine Generalstochter.
1863
Liliencron wurde zum Offizier in
Mainz ernannt.
1864-1871
In der Kriegszeit zog Liliencron mit einem Füsilierregiment
in den Preußisch-Österreichischen und in
den Deutsch-Französischen Krieg.
1875
Der hoch verschuldete Liliencron muß er seinen
Abschied vom Militär nehmen. Grund war eben diese
hohe Verschuldung.
1875-1877
Liliencron wandert in die USA aus. Er kehrte alldings
schon 1877 wieder nach Deutschland zurück. In den
USA versuchte sich Liliencron als Sprachlehrer, Pianist,
Stallmeister - ohne Erfolg.
1878
Eintritt in den preußischen Verwaltungsdienst.
Im gleichen Jahr heiratet Liliencron Helene von Bodenhausen.
Die Ehe dauerte allerdings nur 1 Jahr, denn seine Frau
verlässt ihn.
1881
Veröffentlichung erster Gedichte und Novellen.
1882
Liliencron übernimmt das Amt eines Hardesvogt auf
der Insel Pellworm. hier findet er Zeit um an seinen
Kriegsnovellen zu schreiben. In diesem Jahr wird Liliencron
zum Hauptmann der Landwehr der Reserve befördert.
1883
Erster Lyrikband "Adjutantenritte und andere Gedichte"
findet bei den Naturalisten Anerkennung.
Ernennung zum Kirchspielvogt in Kellinghusen (Holstein)
im Oktober des Jahres.
1885
Scheidung von seiner Frau zudem wird Liliencron erneut
wegen seiner Schulden aus dem Staatsdienst entlassen.
1885-1888
Als freien Schriftsteller veröffentlicht Liliencron
mehrere Dramen, das Echo auf diese Werke lies allerdings
zu wünschen übrig.
1887
Liliencron heiratet die Gastwirtstochter Augusta Brand.
in diesem Jahr wird das Genrebild "Arbeit adelt"
wird publiziert.
1888
Der Schriftsteller pflegt Kontakte zum Friedrichshagener
Dichterkreis.
1890/91
Von der Schillerstiftung finanziert zieht Liliencron
nach München, dort schreibt er für die Zeitschrift
"Die Gesellschaft" in dieser Zeitschrift werden
einige seiner Gedichte veröffentlicht.
1891
Umzug nach Hamburg-Ottensen. In diesem Jahr erscheint
der Novellenband "Krieg und Frieden".
1892
Scheidung von seiner zweiten Frau. Liliencron zieht
er nach Altona.
1896
"Poggfred. Kunterbuntes Epos in zwölf Cantussen"
das Hauptwerk von Liliencron widmet er Richard Dehmel.
Der erste Band der neunbändigen Gesamtausgabe erscheint.
1898
Weil Liliencron noch immer sehr hoch verschuldet ist,
finaziert er seinen Lebensunterhalt indem er verschiedene
Vorträge hält.
1899
Liliencron heiratet zum dritten Mal, diesmal die Bauerstochter
Anna Michel mit ihr hat Liliencron zwei Kinder.
1900
Weil die Schulden schwer auf Liliencron lasten, tritt
er im Kabarett "Überbrettl" auf.
1901
Umzug nach Alt-Rahlstedt (bei Hamburg). Kaiser Wilhelm
II. zahlt ein jährliches Ehrengehalt von 2.000
Mark.
1904
Die zweite Fassung von "Poggfred"
1908
Roman "Leben und Lüge".
1909
Ehrendoktorwürde der Universität Kiel.
Liliencron starb am 22.7.1909 in
Alt-Rahlstedt bei Hamburg.
Werke:
· 1883 Adjudantenritte
(Gedichte)
· 1885 Knut, der Herr (Drama)
· 1886 Die Rantzow und die Pogwisch (Drama)
· 1886 Der Trifels und Palermo (Tragödie)
· 1886 Eine
Sommerschlacht (Novelle)
· 1887 Arbeit adelt (Drama)
· 1887 Breide Hummelsbüttel (Roman)
· 1888 Die Merowinger (Tragödie)
· 1888 Unter flatternden Fahnen (Erzählungen)
· 1889 Gedichte
· 1889 Der Mäcen (Erzählungen)
· 1890 Der Haidegänger (Gedichte)
· 1891 Krieg und Frieden (Erzählungen)
· 1893 Neue Gedichte
· 1885 Kriegsnovellen
- - Verloren
- - Adjutantenritte
- - Unter
flatternden Fahnen
- - Der
Narr
- - Nächtlicher
Angriff
- - Portepeefähnrich
Schadius
- - Der
Richtungspunkt
- - Das
Wärterhäuschen
- - Umzingelt
· 1896 Poggfred (Epos)
· 1899 Mit dem linken Ellenbogen (Roman)
· 1900 Könige und Bauern (Novellen)
· 1900 Roggen und Weizen (Novellen)
- - Märztage
auf dem Lande
- - Aus
einem Gespräch
- - H.
W. Jantzen Wwe
- - Der
Buchenwald
- - Ick
hev di leev
- - Der
Dichter
- - Auf
Austernfischerjagd
- - Die
dicke Liese
- - Der
zinnerne Krug
- - - Übungsblätter
- - - -
Die Operation
- - - - Das
abgeerntete Kartoffelfeld
- - - - Friedrich
in der Schlacht bei Zorndorf
- - - - Das
Bild
- - - - Erscheinung
- - - - Der
erledigte Auftrag
- - - - Heranziehendes
Gewitter
- - - - Pett
Di man nich up'n Slips, Johann
- - - - Stelldichein
in einer großen Stadt
- - - - Die
Spieluhr
- - - - Der
Siegesbote von Marathon
- - - - Uns'
leve Fru up dem Perde
- - - - Hetzjagd
- - - - Wilde
Gänse
- - - - Stelldichein
- - - - Durchkämpft
· 1901 Aus Marsch und Geest (Novellen)
· 1903 Bunte Beute (Gedichte)
· 1904 Die Abenteuer des Majors Glöckchen
(Novellen)
· 1906 Balladenchronik
· 1908 Leben und Lüge (Autobiographie)
· 1909 Gute Nacht (Gedichte)
·
1909 Letzte Ernte (Novellen)
- - Eine
Soldatenphantasie
- - Der
Blanke Hans
- - Das
Muttermal
- - Vor
Tagesanbruch
- - Der
gelbe Kasten
- - Das
Ehepaar Quint
- - Der
alte Wachtmeister
·
Gedichte
- -
Über ein Knicktor gelehnt
- - Die
Anbetung der heiligen drei Könige
- - Abschied
und Rückkehr
- - Am
Strande
- - An
Heinrich von Kleist
- - An
Heinrich von Reder
- - An
Hugo Wolf
- - An
Otto Julius Bierbaum
- - An
meinen Freund, den Dichter
- - April
- - Auf
dem Jungfernstieg
- - Auf
dem Kirchhofe
- - Auf
einem Bahnhofe
- - Bö
- - Ballade
in g-Moll
- - Betrunken
- - Blümekens
- - Bruder
Liederlich
- - Das
Haupt des heiligen Johannes
- - Das
Paradies
- - Das
alte Steinkreuz am Neuen Markt
- - Der
Blitzzug
- - Der
Handkuss
- - Der
Hunger und die Liebe
- - Der
Ländler
- - Der
Maibaum
- - Der
Teufel in der Not
- - Die
Musik kommt
- - Die
händeringende Mutter Gottes
- - Durch
die Nacht
- - Ein
Bauerngrab
- - Eine
in der Ferne im brennendsten...
- - Einer
Toten
- - Einer
schönen Freundin ins Stammbuch
- - Erwartung
- - Für
und für
- - Festnacht
und Frühgang
- - Flüchtiger
Gruss
- - Four
in hand
- - Frühling
und Schicksal
- - Heidebilder
- - Heimgang
in der Frühe
- - Herbst
- - Hunger
- - Ich
liebe dich
- - Ich
und die Rose warten
- - Ich
war so glücklich
- - Ihre
Exzellenz die alte Gräfin...
- - In
einer Winternacht
- - In
memoriam
- - Italienische
Nacht
- - Kalter
Augusttag
- - Kleine
Geschichte
- - Krieg
und Frieden
- - Legende
- - Märztag
- - Maienkätzchen,
erster Gruss
- - Marschall
Niel
- - Mein
täglicher Spaziergang
- - Meiner
Mutter
- - Nach
dem Ball
- - Pidder
Lüng
- - Schöne
Junitage
- - Schwalbensiziliane
- - Sehnsucht
- - Sphinx
in Rosen
- - Stammelverse
nach durchwachter Nacht
- - Thé
dansant
- - Tod
in Ähren
- - Trin
- - Trutz,
blanke Hans
- - Up
de eensame Hallig
- - Verbannt
- - Vergiss
die Mühle nicht
- - Wer
weiss wo
- - Zigeunertreiben
- - Zueignung
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