Für und für
(Aus "Nebel und Sonne", 1900)
Im ersten matten Dämmer
thront
Der blasse, klare Morgenmond.
Den Himmel färbt ein kühles Blau,
Der Wind knipst Perlen ab vom Tau.
Der Friede zittert: ungestüm
Reckt sich der Tag, das Ungetüm,
Und schüttelt sich und brüllt
und beißt
Und zeigt uns so, was leben heißt.
Die Sonne hat den Lauf vollbracht,
Und Abendröte, Mitternacht.
Im ersten matten Dämmer thront
Der blasse, klare Morgenmond.
Und langsam frißt und
frißt die Zeit
Und frißt sich durch die Ewigkeit.
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